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Erster Spatenstich ist gesetzt

Braunschweig, 02. Juli 2019

Feierlich wurde der erste Spatenstich für den Anbau der Grundschule Comeniusstraße gesetzt. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)
Feierlich wurde der erste Spatenstich für den Anbau der Grundschule Comeniusstraße gesetzt.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat am Dienstag, 2. Juli, den ersten Spatenstich für einen Anbau an die Grundschule Comeniusstraße gesetzt. Die räumlichen Defizite der Schule im Blick auf den Ganztagsbetrieb werden verringert. Außerdem wird das Bestandsgebäude saniert, räumlich restrukturiert und für die Inklusion hergerichtet.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth: „Es hat sich bewährt, das, was an einem Schulgebäude baulich zu tun ist, in einem Zug zu erledigen. So verfahren wir auch an der Grundschule Comeniusstraße. Sanierungsstau, Brandschutzvorgaben, Vorgaben zum inklusiven Unterricht, gestiegene Schülerzahlen und andere Lern- und Betreuungsstandards sind Herausforderungen, auf die wir reagieren müssen. So machen wir es auch an der Grundschule Comeniusstraße. Das ist Teil unseres Versprechens an junge Familien, die sich in unserer wachsenden Stadt niederlassen: Wir bieten den Kindern gute und zeitgemäße Bedingungen zum Lernen.“

Schulleiterin Brigitte Rössing hält eine Rede beim ersten Spatenstisch des Anbaus der Grundschule Comeniusstraße. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)
Schulleiterin Brigitte Rössing hält eine Rede beim ersten Spatenstisch des Anbaus der Grundschule Comeniusstraße.

Die vierzügige Grundschule Comeniusstraße wird von rund 380 Schülerinnen und Schülern in 16 Klassen besucht. Sie hatte als erste städtische Grundschule in Braunschweig einen Antrag auf Umwandlung in eine Ganztagsschule gestellt und zum Schuljahr 2007/2008 den Ganztagsbetrieb aufgenommen. Die entsprechende Ausstattung wurde zunächst im Raumbestand realisiert.

Aufgrund der besonders hohen Teilnahmequote von fast 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ganztagsbetrieb reichen die räumlichen Möglichkeiten insbesondere für einen geordneten Ganztagsbetrieb in der Grundschule Comeniusstraße nicht mehr aus. Sie entsprechen nicht mehr den Standards des Braunschweiger Modells und den Erfordernissen für inklusiven Unterricht.
Der Anbau nimmt die bislang mit im Bestandsgebäude verteilten Nebennutzungen auf, so dass das Bestandsgebäude saniert und räumlich restrukturiert werden kann. Die beiden oberen Geschosse des Bestandsbaus werden wieder als Klassenräume genutzt und durch kleinere Räume funktional ergänzt.

Es werden Akustikdecken neu eingebaut, die Fußbodenbeläge in allen Nutzräumen werden ausgetauscht, die gefliesten Flächen in den Fluren und auf der Bestandstreppe werden überarbeitet. Alle hölzernen Verkleidungen an Flur- und Treppenhauswänden sowie die Türen werden aufgearbeitet und gestrichen - in enger Absprache mit der Denkmalpflege, da die Holzflächen zum großen Teil in ihrem historischen Zustand erhalten sind. Die oberste Geschossdecke wird gedämmt. Die Fenster werden überarbeitet und gestrichen. Die bisher separat gelegenen Toiletten werden ins Untergeschoss des Neubaus integriert und durch ein Behinderten-WC ergänzt.

Der Anbau wird mit einem Aufzug barrierefrei ausgestattet. Einer der Inklusionsräume erhält eine besondere Ausstattung als Multifunktionsraum. Der Schulhof ist bereits barrierefrei nutzbar. Die Maßnahmen wurden im Vorfeld mit dem Behindertenbeirat der Stadt Braunschweig abgestimmt.

Die Schülerinnen und Schüler haben den ersten Spatenstich musikalisch untermalt. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)
Die Schülerinnen und Schüler haben den ersten Spatenstich musikalisch untermalt.

Die Arbeiten wurden mit vorgezogenen Maßnahmen im Frühjahr 2019 begonnen und sollen voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund sechs Millionen Euro. Sie werden zu 90 Prozent im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogrammes „KIP 2“ vom Land Niedersachsen getragen.

Die erforderliche Brandschutzmaßnahme wurde als eigene Maßnahme vorgezogen. Dafür standen rund Mio. 2,2 Euro zur Verfügung. In der Schule war der erste bauliche Rettungsweg mangelhaft, der zweite fehlte.

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